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Claudia Strohm - Ich in Stichworten

 

„Claudia Strohm strickt aus teils historischen, teils aktuellen Texten ihre eigenen, kurzen Aussagen und Behauptungen, die belustigen, verstören oder aufrütteln. Wenn man genau hinschaut, erfindet sie dabei jedoch nichts hinzu, sie lässt nur Unnötiges und Verschleierndes weg. Aus den allzuoft sehr ernst gemeinten Ursprungstexten werden alle überflüssigen Sätze und Floskeln werden herauspräpariert und rückstandslos entfernt bis nur noch lapidare Statements voll wahrem Unsinn zurückbleiben. So stellt sie allgemeine Wahrheiten bloß, die keiner aussprechen mag – und die uns sehr wohl auch in ihren Ursprüngen begegnen, in ihrer teils unfassbaren Radikalität aber überhaupt nicht auffallen – so verdeckt sind sie von gewohnten Phrasen. Was auf den ersten Blick dann oft kindlich naiv klingt – ein Eindruck, der von Claudia Strohm durch absichtlich grob gesetzte Buchstaben, gelegentliche Rechtschreibfehler und einer sehr eigenwilligen Verwendung der Groß- und Kleinschreibung unterstrichen wird – trifft auf den Zweiten Blick sehr wohl ins Schwarze.“

von Nina Joanna Bergold